18. Februar 2026

N26 bringt Debitkarte für Kinder im Alter von 7-17 Jahren

In der Diskussion um die Verlagerung von Barzahlung hin zu bargeldlosen Zahlverfahren fällt immer wieder das Strohmann-Argument „Aber was ist mit Kindern und alten Leuten?“. Auch, wenn hierzulande eigentlich jede klassische Bank spezielle Konten für Kinder und Jugendliche anbietet, musste man für eine zeitgemäße Experience einerseits und beim Wunsch nach einer Debitkarte für unter Zwölfjährige andererseits, häufig auf meist wenig bekannte Spezialanbieter oder halt Revolut wechseln.

Bei N26 hat man das Potenzial erkannt und bietet nun eine Debit Mastercard ab sieben Jahren an. Mit Vollendung des 16. Lebensjahrs kann diese dann auch mobil in der Apple bzw. Google Wallet genutzt werden. Das Besondere an der Lösung ist, dass man die Karte mit einem eigens eingerichteten Space des Hauptkontos verbindet und man so mit wenigen Klicks Geld hin- und herschieben kann. Das unterscheidet die Lösung bspw. auch von speziellen Prepaidlösungen im Mastercard oder Visa-Netzwerks. Diese müssen häufig per klassischer Überweisung aufgeladen werden und das Geld steht dann meist erst nach einem bis zwei Bankarbeitstagen zur Verfügung. Also nicht gerade geeignet, um spontan mal ein paar Euro rüberzuschieben.

Nutzer von kostenpflichtigen Kontomodellen können zwei Spaces und Karten kostenlos hinzufügen. Im Metal-Abo sind es derer fünf. Wer das kostenlose Kontomodell N26 Standard nutzt, bezahlt einmalig 10€ für das Ausstellen einer Debitkarte. Mehr als fair also.

Es ist gut und richtig, dass sich in diesem Bereich etwas tut. In einer Zeit, in der sich in für Deutschland atemberaubender Geschwindigkeit, ein völliger Umbruch beim Bezahlen zeigt, ist es einfach nicht mehr zeitgemäß wenn man meint, dass man den Umgang mit Geld nur mit Hilfe von Scheinen und Münzen lernen kann. Die Realität hat uns da längst überholt.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional, Payment Nerd Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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