Kontaktlose Zahlung mit Telekom NFC SIM, MyWallet und BlackBerry 10. So geht es!

Als Verfechter der kontaktlosen Zahlverfahren war es mir seit Langem ein Dorn im Auge, dass ausgerechnet die Business-Smartphones von BlackBerry zwar mit der notwendigen Technologie ausgestattet sind, die Telekom aber bislang keine Notwendigkeit gesehen hatte ihre Wallet auch für BlackBerry 10 anzubieten. Der alternativ angebotene Sticker war einfach nicht so mein Ding.

Ermutigt von Rudolf Linsenbarth (https://twitter.com/holimuk) es doch einfach mal mit einem Trick zu versuchen, habe ich mir erst einmal ein Android Telefon organisiert. Dabei handelt es sich um das HTC One M9 welches von der Telekom Wallet unterstützt wird.

Als Nächstes musste eine NFC-fähige SIM-Karte von T-Mobile her. Hierbei gilt es zu beachten, dass bei einem MultiSIM-Verbund unbedingt die Hauptkarte getauscht wird. Ansonsten erkennt das System die Rufnummer des Kunden nicht richtig und kann daher auch nicht zugeordnet werden. Weiterhin sollte sichergestellt sein, dass die Hauptkarte die einzige NFC-fähige SIM-Karte im Verbund ist. Auch hier gab es Probleme. Hinterher ist man halt immer schlauer. Die Telekom erwartet, dass das Android Telefon ein Branding von T-Mobile besitzt.

Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die App „MyWallet“ gestartet werden und mit der Registrierung begonnen werden. Im weiteren Verlauf werden jeweils eine maestro und eine MasterCard als virtuelle Bezahlkarte generiert und auf die SIM geladen. Während dieser Zeit sollte das Telefon nicht in einem WLAN-Netz angemeldet sein. Es werden zwei unterschiedliche Karten generiert, da man je nach Land besser mit maestro (Deutschland, Niederlande) oder MasterCard (Spanien, Schweiz) unterwegs ist. Zu den virtuellen Karten erhält der Kunde auch eine Kombikarte (!) aus Plastik.

Zum Schluss muss eine der Karten als „Expresskarte“ eingerichtet werden. Das bedeutet, dass hierüber die Zahlung auch bei gesperrtem bzw. ausgeschaltetem Endgerät möglich ist. Wer mag, darf jetzt noch einen Bezahlversuch bspw. bei Starbucks oder Kaisers wagen.

In meinem Fall wurde nur eine Karte (maestro) sichtbar auf das Device geladen. Technisches Problem? Keine Ahnung! Ob das Vorhandensein einer zweiten Karte ein Problem darstellen könnte, kann ich so nicht sagen. Das müsste noch mal getestet werden.

Im Anschluss wird die SIM-Karte (evtl. mit SIM-Adapter) in den BlackBerry gesteckt. In den NFC-Einstellungen ist NFC zu aktivieren, des Weiteren soll der Zugriff bei gesperrtem bzw. ausgeschaltetem Gerät aktiviert werden. Das war´s.

Wer nun noch seine Zahlungen im Überblick behalten möchte, der kann sich via SNAP folgende App herunterladen:

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.wirecard.mobilewallet.telekom.android

Die Card Check App ist allerdings etwas zickig. Zunächst muss man zwei Mal die Warnung auf die fehlenden Google-Play-Services weg klicken. Bei einigen Funktionen steigt die App einfach aus. Die Anzeige des Guthabens und der letzten Zahlungen funktioniert aber schon.

Bildschirmfoto 2015-06-19 um 19.40.18

Abschließend noch ein paar Wünsche an die Deutsche Telekom:

1. Lasst endlich die MyWallet App für BlackBerry 10 programmieren. Das ist nicht wirklich schwer! Spätestens, wenn wie gemunkelt wird, AirPlus ihre Firmenkarten für MyWallet anbieten wollen, kommt ihr sowieso nicht mehr an BlackBerry vorbei. Welches Unternehmen tut sich und seinen Mitarbeitern schon freiwillig Android-Devices an?

2. Für den Übergang sorgt dafür, dass die Card Check App auf Google Play-Services verzichtet und nicht ständig crashed. Danach stellt die App bitte auch in den Amazon Android-Store ein. Dieser ist auf BlackBerry 10 Endgeräten vorinstalliert. An Testgeräten sollte es Euch ja nicht mangeln.

3. Bitte sucht Euch weitere Kartenherausgeber. Weder Prepaid noch Decoupled-Debit mit niedrigen monatlichen Verfügungsrahmen machen die Kunden glücklich. Eigentlich wollen die meisten Kunden auch keine weitere Karte und keine weitere Bank. Ideal wäre es, wenn die wichtigsten Banken (und alle Sparkassen) mitmachen würden und man einfach „seine“ MasterCard oder VISA auf das Endgerät laden könnte.

So und nun viel Spaß!

Offener Brief an die Deutsche Telekom zu myWallet

Guten Abend, heute mal per Facebook und nicht per Twitter ein wenig konstruktive Kritik.

Eure myWallet-Spezis sind wirklich ein zu putziger Verein. Ich befinde mich gerade in Woche Drei des Projekts „Wir testen Mobile Payment“.

Es begann mit der Ernüchterung, dass obwohl mein BlackBerry das Single Wire Protocol unterstützt, zwingend ein Android-Telefon her muss. Wieso hier die Deutsche Telekom die nun auch wieder in den USA Partner von BlackBerry ist, nicht einfach einmal einen Schritt nach Vorne wagt und eine App programmieren lässt: Ich weiß es nicht. BlackBerry-Kunden sind in der Regel Geschäftsleute die viel Reisen und dementsprechend auch häufiger in Ländern unterwegs sind, wo PayPass & Co längst zum Alltag gehören und wo man als Kontaktloszahler nicht beschimpft wird weil man „zu blöd ist, die Karte richtig reinzustecken“.

Nun gut, mein Mitarbeiter hat ein HTC One M9 bei Euch bestellt. Dieses ist auf dem Weg vom Fernemeldezeugamt in Euskirchen, was jetzt bestimmt eine richtig coole angelsächsische Bezeichnung trägt, nach Duisburg insgesamt zwei Mal auf unerklärliche Weise bei DHL (das hieß früher Paketdienst der Deutschen Bundespost) in Krefeld abhanden gekommen. Offenbar haben da die Mitarbeiter im Lager weniger Berührungsängste mit Android als ich, der seit 2003 mit BlackBerry-Geräten arbeitet. Das sind so die Momente, wo man der Zuverlässigkeit der Beamten von früher nachtrauert.

Was lange währt, währt endlich gut. Gerät Nummer Drei ist dann heil und vollständig geliefert worden.

Als Nächstes habe ich dann eine NFC-fähige SIM-Karte bestellt. Diese kam auch pünktlich am nächsten Tag an. Leider brach die Registrierung in der myWallet-App ständig ab. Nach ein wenig Telefonieren habe ich die Info erhalten, dass zwingend die Hauptkarte eines Multi-SIM-Verbunds getauscht werden musste. Diese Info hätte man ja mal in den Info-Flyern unterbringen können. Oder auf diesem Neuland-Dings. Wie hieß das noch gleich? Ach ja: Webseite.

Aber auch hier, so wie man das vom Geschäftskundenservice der T-Mobile gewöhnt ist, wurde der Versand sofort eingeleitet und am nächsten Werktag war dann die neue SIM-Karte auch schon im Briefkasten.

Was kann jetzt noch schief gehen: Eigentlich nichts. Dachte ich.

Die Registrierung lief mit der neuen Hauptkarte dann auch durch. Laut Webseite sollte im Anschluss binnen 30 Minuten eine virtuelle MasterCard und eine ebenfalls virtuelle maestro-Karten auf das Endgerät provisioniert werden. Für den Fall dass binnen zwei Stunden nichts beim Kunden ankommt, sollte man sich telefonisch melden.

Nach drei Stunden immer noch keine MasterCard in Sicht. Inzwischen habe ich auch ein wenig Geld auf das Prepaid-Konto geladen. Schließlich war ich ja guter Dinge, bald mit meinem Test beginnen zu können. Das war Dienstag Nachmittag.

Wäre dies Polen, so wäre das auch egal. Schließlich bietet die T-Mobile dort in Zusammenarbeit mit einigen Banken an, dass der Kunde eine Debit MasterCard seiner Bank digital zur Verfügung gestellt bekommen kann. Man wäre also nicht auf Gedeih und Verderb der Firma Click-and-Buy ausgeliefert. Wie man so hört, ist der Vorstand der Deutschen Telekom über den Kauf dieses Unternehmens auch nie so ganz glücklich gewesen.

Während also seit Dienstag ein Ticket bei den Kollegen vor sich hin schlummert, habe ich mich mal auf den Weg gemacht und habe den Postident-Coupon bei der Post abgegeben. Angesichts der Tatsache, dass ich seit fast 12 Jahren ein Click-and-Buy-Konto für den Zugriff auf kostenpflichtige Webinhalte bspw. beim Spiegel unterhalte, habe ich mich schon gefragt wieso dies sein muss. Aber ein wenig Bewegung schadet ja nicht und so ein Fußmarsch zum Postamt tut ja auch mal ganz gut.

Leider hat sich am Ticketstatus seit Dienstag nichts geändert. Ich habe am Donnerstag noch einmal nachgefragt, wie der Stand sei und keine inhaltlich verwertbare Auskunft erhalten. Der Kollege am Telefon hatte noch einmal – ebenfalls vergeblich – versucht die Provisionierung anzustoßen.

Da ich bekanntermaßen ein sehr ungeduldiger Mensch bin, habe ich heute eine E-Mail an die Beschwerdemailbox der CnB geschickt. Binnen einer Stunde erhielt ich die Rückmeldung, dass ich meine Beschwerde von keiner registrierten E-Mail-Adresse geschickt hätte und sie sie deswegen nicht bearbeiten könnten.

Nun gut dachte ich mir: Kopierst Du den Text in das andere Mailprogramm und schickst die Nachricht über den privaten Account erneut heraus.

Während also der Formfehler der falschen E-Mail-Adresse eine prompte Reaktion auslöste, hielt es bislang aber niemand für nötig, sich inhaltlich mit dem Problem auseinanderzusetzen und mit dem Kunden – also mir – aktiv in Kontakt zu treten.

Mir ist schon klar, dass diese Click-and-Buy ein separates Unternehmen ist, aber es ist ein Produkt für das die Deutsche Telekom mit ihrem Namen viel Werbung macht. Dementsprechend müsst ihr Euch auch die Versäumnisse anrechnen lassen.

Was bitte, ist so schwer daran, wenn ein Kunde schon das zweite Mal anruft, dem Kunden eine Auskunft zu geben mit der er etwas anfangen kann? Wenn es sich bei dem Aktivierungsproblem um einen Einzelfall handelt, so hätte man dieses sicherlich in der Zeit lösen können. Gerne auch durch Löschen des Kundenkontos und Neuanlegen.

Handelt es sich jedoch um ein generelles Problem – auf das auch die in der Zwischenzeit häufiger im Kundenportal auftretenden und dann wieder verschwindenden Fehlermeldungen hindeuten – so kann einem mündigen Kunden diese Info durchaus zugemutet werden. Schließlich impliziert eine generelle Störung auch immer, dass im Hintergrund an der Behebung gearbeitet wird.

Warum schreibe ich das Alles?

Im Grunde ist dieses Produkt nichts, was man wirklich benötigt. Aber das Thema NFC steckt in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen, während fast alle anderen Länder uns um Jahre voraus sind. In dieser Woche hat der Discounter ALDI Nord bekannt gegeben, dass er ab sofort an allen seinen Kassen das kontaktlose und mobile Bezahlen freigeschaltet hat. In fast allen Artikeln wurde explizit auf die Wallet-Lösungen der Mobilfunkbetreiber hingewiesen.

Dabei ist davon auszugehen, dass dies auch zu vermehrten Neuregistrierungen bei T-Mobile führt. Sollten andere Kunden ebenfalls einen derartigen Krampf bei der Inbetriebnahme erleben, so erweist ihr dem Thema Mobile Payment einen gehörigen Bärendienst.

Die Chance, dass einer der wichtigsten Multiplikatoren (der im Übrigen immer als der Behäbigste unter den Discountern galt) hier nach Vorne prescht und in den Folgetagen ein Medienecho erzeugt, wie es das noch nie in Deutschland zum Thema Payment gegeben hat, kommt so schnell nicht wieder. Es liegt an Euch, diese Steilvorlage zu nutzen oder es wie in meinem Falle zu Verbocken.

Ich hoffe, ich bin ein Einzelfall.

Viele Grüße.

Bargeldlos in Spanien und Frankreich – Ein alternativer und kurzer Reisebericht

Nachdem ich ja in den vergangenen drei Wochen schon diverse soziale Medien mit Fotos von meiner Rundreise zugespammt habe, hier nun eine Zusammenfassung aus Sicht des Bargeldhassers.

Sowohl in Spanien, als auch in Frankreich ist es problemlos möglich, nahezu überall ohne Bargeld klar zu kommen. Problemlos? Na ja, nicht wirklich. Der Teufel steckt auch hier im Detail.

Spanien: Madrid, Toledo, Cordoba, Costa Tropical, Barcelona

Die erste Station meiner Reise war Madrid. Dort habe ich drei Tage, inkl. eines Tagesausflugs nach Toledo, verbracht.

Es fing damit an, dass die Fahrkartenautomaten der Metro Kartenzahlung erst ab 5€ akzeptiert haben. Dies galt auch für die Automaten, die ausschließlich Karten akzeptierten. Erste Überraschung: Eine „echte“ maestro-Karte wurde mehrfach abgelehnt. Dies sollte nicht das einzige Mal in Spanien bleiben. Also musste eine MasterCard herhalten.

Entlang meiner Route über Cordoba (mit drei Tagen Aufenthalt) nach Andalusien konnte ich immer wieder beobachten, dass Händler und Gastronomen neue Terminals mit NFC Funktionalität im Einsatz hatten. Dort, wo neue Terminals verfügbar waren, war die Funktion auch freigeschaltet. Aber auch hier: Maestro wurde in 50% der Fällen mit einer Fehlermeldung abgelehnt, obwohl das Akzeptanzlogo am Eingang hing. So richtig konnte mir das mein Kartenherausgeber (BW-Bank) auch nicht erklären. Jedenfalls trat dieses Problem nicht bei den großen Ketten (Starbucks, McDonalds, H&M auf) sondern neben der Metro Madrid hauptsächlich in der Gastronomie auf.

Derweil gab es auch einige Läden, wo eine girocard der Sparkasse über das Netz von Eufiserv abgewickelt wurde. So ließ sich das maestro-Problem umgehen.

Vielfach hat man auch Sticker von EAPS, EufiServ, EDC oder das alte rot-blaue ec-Logo finden können. Hier wird dem deutschen Kunden signalisiert: Nehmt gefälligst Eure Karte! Und von deutschen Touristen hat es hier richtig gewimmelt.

Die noch im letzten Jahr häufig anzutreffenden Hinweisschilder mit Mindestumsätzen (u.a. bei Lidl!) waren fast überall verschwunden.

Nach knapp zwei Wochen ging es mit einem Hochgeschwindigkeitszug der Renfe weiter nach Barcelona. Einer Stadt, die sich auch als „NFC-City“ bezeichnet.

Die Metro von Barcelona hatte weder Probleme mit Maestro noch erwarteten die Automaten einen Mindestumsatz.

Bei einer Eisdiele wollte man noch mindestens 5€ sehen, dafür aber kontaktlos. Nun gut, bei den heutigen Preisen erreicht man das schnell. So eine Kugel kostet halt keine 20 Pfennig mehr wie in meinen Kindertagen.

In allen Hotels war es problemlos möglich, den Konsum an der Hotelbar auf die Zimmerrechnung zu setzen. Somit entgehen einem weder die Rabatte einer ibis-Business Card noch die Bonuspunkte für diese Umsätze.

Insgesamt ist die Erfahrung was Kartenakzeptanz allgemein, aber auch NFC, angeht in Spanien sehr positiv. Aber auch hier zeigt sich, dass man als Tourist nicht nur auf eine Karte setzen sollte. Die Kombination aus girocard mit maestro oder V-Pay und mindestens einer MasterCard oder VISA ist ein absolutes Muss. Insbesondere dann, wenn die eigene Bank Gebühren für Bargeldbezug im Ausland erhebt. Selbst bei spanischen Sparkassen im EufiServ-Verbund betragen diese nämlich gerne mal 4,50€ oder mehr.

Off-topic noch ein Hinweis: Gerade an Orten mit hohem Touristen-Aufkommen empfiehlt es sich zunächst einmal über Qype, TripAdvisor oder FourSquare passende Lokale zu suchen. Sowohl Qualität als auch Preis variieren stark. In Spanien gibt es weiterhin die Unsitte, dass Preise ohne MwSt. ausgewiesen werden können oder – ungefragt – geliefertes Brot oder labberige Brötchen extra berechnet werden!

Weiter nach Paris

Die Rückfahrt von Barcelona nach Köln, führte mit dem TGV über die französische Hauptstadt Paris. Drei Tage habe ich mir für die Erkundung dieser Stresshölle gegönnt.

Hier ist mir zuerst aufgefallen, dass neben den Logos von VISA und MasterCard hauptsächlich ein blaues „CB“ (Carte Bancaire) anzutreffen war. Dennoch wurden in allen Restaurants, Geschäften und von den Automaten der Pariser Metro sowohl die girocard mit maestro als auch die reine maestro akzeptiert.

Auf der einen Seite sind Mindestumsätze von 15€ keine Seltenheit, genauso häufig findet man aber gerade an Bahnhöfen den Hinweis, dass man alle Karten ab 1€ akzeptiert. Häufig findet man an Bahnhöfen auch Getränke/Snack-Automaten des allseits bekannten Unternehmens Selecta. Hier allerdings mit NFC-Ausrüstung.

All zu schreckhaft sollte man aber als Konsument bei der Nutzung nicht sein. Immerhin reserviert sich ein solcher Automat gerne einmal pauschal 5 bis 15€ beim Kartenherausgeber. Wer nun einen Card Guard bspw. von der Miles&More Kreditkarte aktiv hat, erhält eine SMS oder E-Mail mit dem Betrag, bevor auch nur ansatzweise ein Schokoriegel den Blechautomaten verlassen hat.

Aber apropos NFC: In fast allen Geschäften konnte man aktuelle Terminals – am Häufigsten ingenico ipp350 – antreffen. Allerdings auch zu 95% mit deaktivierter NFC-Funktion, so dass hier lediglich die Vendingautomaten und die Cafés im Gare du Nord ausprobiert werden konnten. Selbst Starbucks und McDonalds verweigern hier die kontaktlose Zahlung.

Das Fazit für Frankreich: Eine girocard mit entweder maestro oder V-Pay reicht in diesem Land zumindest theoretisch. Bei einer Vielzahl von Zahlungen unter 5€ konnte ich keine einzige Zahlungsablehnung oder die Notwendigkeit eines zweiten Zahlungsversuchs feststellen. Aber dennoch sollte man zur Sicherheit immer eine weitere Karte von MasterCard oder VISA dabei haben um auf Nummer sicher zu gehen.

Trinkgeld

Als Kartenzahler stellt sich häufig die Frage, wie man mit Trinkgeld umgehen sollte. Auch in Deutschland ist das immer so eine Sache. Einige Gastronomen wickeln Trinkgelder grundsätzlich nicht bargeldlos ab und bei Anderen, kann man sich nie so sicher sein, ob das Geld auch wirklich bei der Bedienung ankommt.

Sowohl in Spanien als auch in Frankreich ist es üblich, dass die Bedienung das Wechselgeld komplett an den Tisch zurückbringt und der Gast in einem Schälchen oder Kästchen den Obolus am Tisch hinterlässt. Bei Kartenzahlung der Rechnung dann entsprechend einen Betrag nach Wahl, den man in Bar bei sich tragen sollte.

In Spanien liessen sich aber Trinkgelder problemlos per Karte begleichen. Dort ist man mittlerweile auch so an die „Aufrunden“-Methode der deutschen Touristen gewöhnt, dass dies kein Affront mehr darstellt.

Die Franzosen sind da noch etwas eigener. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, etwas Bargeld mitzuführen. Gerne kann man auch einen Schein bspw. im Hotel wechseln oder man nimmt gleich einen Teil des heimischen Sparschweins mit. Aber Vorsicht: All zu kleine Münzen werden mit Verachtung gestraft und man sollte sich nicht wundern, wieso man am zweiten Abend plötzlich keinen guten oder vielleicht auch gar keinen Tisch mehr erhält!

Grundsätzliche Verhaltensweisen

Ich erspare mir hier einmal die allgemeinen Warnhinweis in Bezug auf Portemonnaies in Gesäßtaschen oder Handys, die man auf einem Tisch vor einem Straßencafé sichtbar liegen lässt.

Persönlich rate ich jedem dazu, mit mindestens drei Zahlungskarten zu verreisen. Also bspw. girocard + MasterCard im Portemonnaie und einer VISA-Karte die im Hotel verbleibt. Das gleiche gilt für Ausweise. Es reicht völlig aus, einen Führerschein mit sich zu führen, während der Personalausweis oder Reisepass mit einer kleinen Barreserve im Hotel deponiert werden sollte.

Sollte der Fall der Fälle eintreten, so steht man nicht völlig mittellos und ohne Papiere in einem fremden Land. Ein 50€ Schein im Hotelsafe erspart einem auch die Notwendigkeit, sich irgendwo Geld für ein Taxi oder den Bus zum Polizeirevier zu leihen.

Wer Fragen oder Anmerkungen zum Thema hat, kann diese gerne als Kommentar posten 😉