2. Oktober 2022

OVpay: Check-in/Check-out – System mit Bankkarten im niederländischen Nahverkehr verzögert sich bis 2023

Die Meisten, die schon einmal in den letzten Jahren in den Niederlanden unterwegs waren, kennen die OV-chipkaart. Die Karte dient sowohl als Trägersystem von Zeitkarten als auch für die Bezahlung von einzelnen Fahrten in nahezu allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Niederlande. Kund:innen können hierbei u.a. zwischen einer Aufladung von Guthaben oder einer monatlichen Rechnung wählen.

Während ein solches System vor Jahren noch als revolutionär galt, insbesondere im Vergleich zu unseren Papiertickets gegen Bargeld, haben Städte wie London längst den Schritt hin zu Check-In/Check-Out via Debit- oder Kreditkarte unternommen. Parallel hierzu schaffen Apps wie FairTIQ inzwischen smartphone-basierte Alternativen, die auch international funktionieren.

In den Niederlanden hat man bereits schon einmal den Anlauf unternommen, das System in Richtung CiCo mit Smartphones zu erweitern. Der erste Versuch scheiterte 2018 u.a. am Onboarding und der Tatsache, dass iPhones mangels Zugriff auf die NFC-Schnittstelle außen vor bleiben mussten. Kurz darauf startete man einen weiteren Feldversuch, der direkt auf Debit- und Kreditkarten setzte und somit auch via Apple Pay oder Google Pay nutzbar sein sollte.

Foto: https://twitter.com/dl1eam

Aktuell laufen im Land neun Piloten, wovon einer alternativ über eine Smartphone-App via GPS die Fahrten erfassen soll, also quasi das was bei uns in NRW die schweizer App FairTIQ leistet.

Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, wurde der Start des neuen Systems auf 2023 ohne Nennung eines konkreten Termins verschoben. Man möchte den Nutzer:innen das bestmögliche Erlebnis bieten können.

Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde zeitnah nach Start des neuen Systems einen Praxistest unternehmen.

Mehr Infos: OVpay

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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