16. Juni 2026

girocard soll bald In-App-Zahlungen ermöglichen

Abseits von der Integration in Apple Pay bei den Sparkassen und der Commerzbank (früher auch National Bank), ließ sich die girocard bislang nicht für Zahlungen in Apps nutzen. Die bekanntesten Apps, mit denen das funktioniert sind bspw. Lieferando und Uber. Dabei ist es aber so, dass hier über Apple Pay für jede Zahlung eine Freigabe erteilt werden muss. Eine dauerhafte Hinterlegung der Karte, über die der Händler bei Bedarf Transaktionen auslösen darf, gab es nicht oder nur über das bei den Sparkassen verfügbare Visa Debit oder Mastercard Co-Badge der Karte.

Im Endergebnis heißt das heute noch vielfach, dass in den inzwischen recht beliebten Apps der Lebensmitteleinzelhändler das Lastschriftverfahren oder Abwandlungen davon dominieren. Besonders spannend dabei ist, dass Lidl zwar bspw. in Polen oder Spanien Visa und Mastercard-Karten hinterlegen lässt, aber im Heimatmarkt auf ein Lastschriftmandat setzt.

Schon länger wurde darüber gesprochen, dass man hieran etwas ändern möchte. Gestern vermeldete Lebensmittelpraxis, dass Banken, Sparkassen und Handel konkret an einer Umsetzung arbeiten.

In der letzten Zeit war es abseits regelmäßiger Meldungen rund um Wero ja recht ruhig bzgl. neuer Bezahlverfahren, deshalb bin ich natürlich gespannt auf diese Lösung. Mal sehen, ob ihr mehr Erfolg vergönnt sei, als das kurzfristige Online-Intermezzo der SparkassenCard im E-Commerce via Paydirekt für Android Smartphones.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional, Payment Nerd Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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