1. Dezember 2020

Klarna VISA: Smooth und mit mehr Style.

Die Klarna Smooth VISA-Karte habe ich hier im Blog schon einmal vorgestellt. Da sie inzwischen neben Google Pay auch Apple Pay unterstützt, völlig ohne Fremdwährungsgebühren auskommt und dazu noch kostenlos ist, ist sie sicherlich ein interessantes Produkt.

Jetzt ist es aber so, dass für viele Konsument*innen die Wahl der Kreditkarte auch immer noch eine Frage des Renommees zu sein scheint. Die Advanzia Bank Mastercard Gold ist bei vielen wegen des unübersehbaren Schriftzugs „gebuhrenfrei“ verpönt gewesen.

In Zeiten, wo Plastikkarten bei vielen Menschen ein Schattendasein im Portemonnaie fristen und stattdessen das Smartphone oder die Apple Watch zum Einsatz kommen, eigentlich nur schwer verständlich. Aber andererseits geben immer noch viele Menschen Geld für eine Metal-Mitgliedschaft bei Revolut oder N26 aus, die eher nicht im Verdacht stehen, ihr halbes Leben in Flughafenlounges oder WeWork-Centern zu verbringen.

Dieses Denken scheint aus einer Zeit zu stammen, wo man noch ganz stolz seine teure Kreditkarte dem Personal zwecks Swipen übergeben konnte. Und ganz so lange sind die Zeiten der Grabschkassierer*innen ja auch im deutschen Einzelhandel noch nicht vorbei.

Anscheinend hat man das bei Klarna irgendwann auch erkannt und die sehr extravaganten und auffälligen Kartendesigns überarbeitet. Darüber hinaus wurde auch das Leaflet zur Karte massiv aufgewertet.

Besonders heraus sticht das neue schwarze Kartenmotiv. Die Kartenvorderseite ist mit ganz leichtem Glitzereffekt versehen, aus dem ein großes „K“ hervorsticht. Weiterhin finden sich dort nur noch der „Klarna“-Schriftzug und das obligatorische Kontaktloslogo.

Die Kartenrückseite zeigt die Kartendaten sowie ein glänzendes VISA-Logo. Dass man das Scheme auf die Rückseite verbannt, kennt man so eigentlich nur von früheren girocards.

Mit der neuen Karte kommt ein schwarzes Leaflet mit gummierter Oberfläche, wo noch einmal auf die Funktionen der Karte und dazugehörigen App eingegangen wird.

Während viele Issuer das Problem haben, dass die Beilagen zur Karte einfach ignoriert werden („Wie was? Meine Karte hat dieses WLAN. Das hat mir niemand gesagt!!!!1!!!“), dürfte das bei der neuen Klarna VISA garantiert nicht passieren.

 

Wie kommt man an eine neue Karte?

Neben der schlichten schwarzen Karte gibt es aktuell ein ebenfalls neues Motiv in einer Art Rosa. Bei Neubeantragung der Karte kann man zwischen diesen beiden Designs wählen.

Wer schon eine Klarna Card besitzt, dem bleibt aktuell nur der Weg über eine Kündigung des Kartenvertrags wegen Verlust/Zerstörung über. Danach lässt sich sofort eine neue Karte im neuen Design beantragen. Dazu durchläuft man den gleichen Antragsprozess über eine Sofort-Überweisung erneut. Die neue Karte steht daraufhin sofort digital für die Verwendung in Apple Pay und Google Pay zur Verfügung. Was man allerdings nirgends einsehen kann, ist die vollständige Kartennummer. Daher sollte man die Neubeantragung nicht gerade dann machen, wenn man vorhat die Karte in den nächsten Tagen online einzusetzen.

Bitte bedenkt auch, dass Klarna durch die Neuausstellung Kosten entstehen und das Entsorgen einer funktionsfähigen Plastikkarte, nur um ein neues Bild in der Apple Wallet sehen zu können, nicht gerade ökologisch sinnvoll ist.

Fazit

Wie wichtig das Design einer Kreditkarte ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Klarna hat jedoch ganz gut daran getan, das Produkt auch optisch aufzuwerten und damit eine wesentlich größere Zielgruppe ansprechen zu können. Die Konditionen der Klarna Card sind jedenfalls top.

Aus ökologischen Gründen wäre es jedoch sinnvoll, wenn Kund*innen auch die Möglichkeit hätten, auf  das Ausstellen einer Plastikkarte zu verzichten.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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