14. April 2021

MOFT – Geräteständer und Kartenetui mit MagSafe für iPhone 12 Serie

Die meisten von uns werden sich noch an das klassische Portemonnaie eines typischen deutschen Mannes erinnern: Es war zuallererst einmal unheimlich dick und beulte Gesäß- oder Vordertasche der Hose unästhetisch aus. Im Inneren befanden sich stapelweise Kunden- und Bezahlkarten, ein Riesenberg Münzgeld und Banknoten, die gegen Ende des Monats immer mehr Kassenzetteln, von der Currywurst bis hin zur Tankquittung, weichen mussten.

Gleiches gilt natürlich auch für die oft aberwitzig großen Geldbörsen der Damen. Bei einigen Exemplaren konnte man sich nie so ganz sicher sein, ob die Dame im Pelzmantel nebenbei nicht noch in der Kneipe kellnern geht. So groß waren die Trümmer häufig.

Immer weniger Bargeld

Der Trend weg vom Bargeld brachte eine schier endlose Zahl neuer, kleinerer Varianten von Portemonnaies. Mal mit nur Platz für den Notfall-Fuffi, mal ganz ohne Fach für Scheine und/oder Münzen. Das Ziel war es, viele Debit-/Kreditkarten und ID-Karten auf kleinstem Raum so unterzubringen, dass das Portemonnaie möglichst klein, dünn und kompakt war.

Einige User*innen setzten auch auf die beliebten, aber irgendwie klobigen Smartphone-Hüllen zum Klappen. Im Deckel gab es meist Platz für zwei bis drei Karten und ein, zwei Banknoten.

Mobile Payment

Mit der Verfügbarkeit von Apple Pay bei nahezu jeder Bank in Deutschland und weiter steigender Kartenakzeptanz insgesamt, habe ich für mich festgestellt, dass die Nutzung der Plastikkarten immens zurückgegangen ist. Dort, wo man mit Mastercard und VISA bezahlen kann, habe ich seit Jahren die Plastikkarte nicht mehr genutzt. Die letzte Ausnahme, nämlich die Bord-Gastronomie der Bahn, hat 2020 auf kontaktlose Terminals umgestellt.

Bleibt im Wesentlichen noch die girocard für die Nutzung am Geldautomaten im Inland (sehr sehr selten), beim Friseur und der Reinigung, deren Terminals mit deaktiviertem NFC betrieben werden.

Um den Personalausweis und den Führerschein kommt man aktuell auch noch nicht in physischer Form herum. Aber: Von früher zwischen zehn und 15 Karten, die ich regelmäßig mit mir herumgetragen und aktiv genutzt habe, ist lediglich die girocard als Notfallkarte übrig geblieben.

MagSafe Kartenetuis

Mit Erscheinen der iPhone 12-Serie und MagSafe kam eine ganze Reihe Zubehör auf den Markt. Darunter auch ein Kartenetui von Apple aus Leder für schlappe 65€. Dieses flache Etui bietet Platz für drei Karten. Da ich mir noch nicht so sicher war, ob mir so ein Aufsatz auf einem eh schon nicht mehr ganz so dünnen Smartphone wirklich dauerhaft zusagen würde, habe ich mich nach Alternativen auf dem Markt umgesehen.

Eine solche Alternative ist das Modell von MOFT. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Kartenetui, sondern parallel auch um einen Ständer, mit dem das Telefon hochkant und quer aufgestellt werden kann. Das eignet sich zum Streamen von Videos aber auch für die immer häufiger auch vom Smartphone aus stattfindenden Video-Calls.

Der „Snap-On Stand & Wallet“ ist für 29,99 US-$ zzgl. 5 US-$ Versand zu haben. Bestellbar im oben verlinkten Shop. Die Lieferung benötigte zwölf Tage. Alternativ wird es das Produkt sicherlich bald auch bei Amazon in Deutschland zu kaufen geben. Aktuell sind dort nur die älteren Modelle mit Klebefilm verfügbar.

Die Verarbeitung des Etuis ist solide. Im Normalzustand „rastet“ das Etui an der optimalen Stelle ein. MagSafe ist halt nicht nur ein dummer Magnet. Möchte man den Ständer zum Aufstellen in der Waagerechten verwenden, gibt es allerdings keinen Einrastpunkt mehr. Das finde ich persönlich etwas schade.

Personalausweis, Führerschein und eine Debitkarte lassen sich mühelos einsetzen und entnehmen. Als Material kommt ein sehr angenehmes „Vegan Leather“ zum Einsatz. Die Karten sind gegen NFC geschützt, d.h. Apple Pay funktioniert weiterhin. In wie weit die Magnetstreifen der eingelegten Karten auf Dauer unter den MagSafe-Magneten leiden, wird sich zeigen.

Mein persönlicher Eindruck: Für umgerechnet 28,66 EUR inkl. Versand ein wirkliches Schnäppchen. In wie weit mich das Etui dauerhaft begleiten wird, werden wir sehen.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

Alle Beiträge ansehen von Marc-Oliver Schaake →
%d Bloggern gefällt das: