22. Januar 2026

ÖPNV in den Niederlanden: Virtuelle Karten eingeschränkt

Das relativ junge Check-In/Check-Out Bezahlsystem in den Niederlanden OVpay scheint ein etwas größeres Problem mit Betrug zu haben. So meldet der öffentlich-rechtliche Rundfunk NOS, dass virtuelle Karten von Revolut bei der staatlichen Eisenbahn NS und Paysafe-Cards landesweit gesperrt seien.

Auf der FAQ-Seite des Betreibers Translink wird von allen virtuellen Revolut-Karten gesprochen also auch virtualisierte Abbilder von physisch ausgestellten Debitkarten. In Plastikform genutzte Karten von Revolut sollen hingegen akzeptiert werden.

Irgendwie liest sich das Ganze wie ein Laienschauspiel. Weil Translink den Check-In-Prozess nicht verlangsamen will, verzichtet man auf eine Guthabenprüfung der Karte. Allerdings wird eine 0-Cent Buchung bei Check-In ausgelöst. Hier hätte man, wie in London bei Prepaid- und Debitkarten einfach einen größeren Betrag bei der Erstverwendung autorisieren können. Hinzu kommt, dass auch eine gelöschte virtuelle Karte im System des Issuers eigentlich über längere Zeit bekannt bleiben muss, um bspw. Rückerstattungen abwickeln zu können.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional, Payment Nerd Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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