Loyalty-Programm der Accor-Hotelgruppe „Le Club Accorhotels“

Wenn man viel beruflich reist, kommt man zwangsläufig mit den Kundenbindungsprogrammen der Hotelketten in Berührung. Quasi alle Programme versprechen dem Gast exklusive Vorteile wie kostenlose Upgrades, garantierte Verfügbarkeit bei kurzfristigen Buchungen, spezielle Rabatte auf die Zimmerraten und weitere Goodies.

Wie bei allen Rabattsystemen gilt auch hier: Vorteile haben nur die Nutzer, die sich konsequent auf ein bis zwei solcher Programme festlegen. Alle anderen werden zwar irgendwelche Punkte auf ihrem Konto sammeln, aber selten über ein paar Tinnef-Geschenke wie Salz- & Pfeffermühlen hinauskommen. Vielfach verfallen die nicht eingelösten Punkte auch nach einiger Zeit, da die zur Einlösung notwendige Mindestpunktzahl nicht erreicht wurde.

Pro-Tip 1: Bei der Festlegung auf eine Hotelkette sollte das Vorhandensein entsprechender Hotels an möglich vielen Orten, an denen man sich regelmäßig aufhält, sichergestellt sein. Eine Kette mit 13 Hotels in Deutschland, von denen sich vier in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander befinden, bringt es einfach nicht.

Zum Thema Kundenbindungsprogramme gibt es im Internet eine Vielzahl von Webseiten, von daher möchte ich hier nicht alle Einzelheiten und Tricks wiedergeben oder die verschiedenen Programme in Hinblick auf deren Punktwert pro ausgegebenem Euro vergleichen.

Vielmehr möchte ich meine Beweggründe schildern, wieso ich mich genau auf dieses Programm festgelegt habe.

Die Accorhotels-Gruppe betreibt Stand Mitte 2016 rund 3700 Hotels in 92 Ländern, von denen rund 2800 am Programm teilnehmen. Die Bandbreite der Marken reicht dabei von ibis bis hin zu Sofitel. Damit hat man eigentlich in fast allen wirtschaftlich oder touristisch interessanten Regionen eine gute Abdeckung.

Bei den geschäftlichen Aufenthalten achte ich auf die Kombination von vernünftigem Preis und Entfernung zum Bahnhof bzw. Kunden. Die ibis-Hotels liegen meistens verkehrsgünstig und sind auch für mehrtägige Aufenthalte gut geeignet. Gibt es kein ibis in der Nähe, dürfen es auch gerne mercure oder Novotel sein.

Pro-Tip 2: Kaum ein Normalverdiener wird durchgängig in Hotels der Vier- oder Fünf-Sterne-Kategorie übernachten. Von daher ist es wichtig, dass die Hotelgruppe über ein breites Portfolio verfügt. So sammelt man sowohl bei Business-Trips als auch bei privaten Wochenendausflügen oder sogar im Urlaub Punkte.

Accor hat wie gesagt eine sehr gute räumliche Abdeckung, aber auch ein breites Markenportfolio, so dass man eigentlich fast immer ein entsprechendes Hotel am gewünschten Ort findet.

Damit einem keine Punkte entgehen, sollte man folgende Regeln beachten:

  • Buchungen möglichst nur über die Webseite von Accor vornehmen
  • Bei telefonischen oder anders getätigten Buchungen immer sicherstellen, dass man beim Checkin seine Mitgliedskarte vorlegt
  • Umsätze von Hotelbar und Restaurant möglichst immer auf das Zimmer schreiben lassen. Diese werden dann bei Abreise automatisch bepunktet. Dieses Prozedere schont auch die Bargeldvorräte und geht zumindest in Deutschland schneller als die Kartenzahlung. Leider haben viele Hotelbars in Deutschland keine eigenen Terminals und der Gast wird zur Rezeption gebeten. Das ist in anderen Ländern undenkbar (!)
  • Nach dem Aufenthalt den Erhalt und die Anzahl der Punkte genau prüfen und ggf. reklamieren. Die Accor-IT ist da manchmal etwas „speziell“

Neben den normalen Punkten die man für getätigte Umsätze erhält, gibt es immer wieder Sonderaktionen mit vielen zusätzlichen Punkten für bspw. drei Buchungen mit je zwei Übernachtungen. Diese Aktionen können regional beschränkt sein (DACH, Osteuropa etc.) oder nur für Buchungen bei bestimmten Brands gelten. Wer diese Punkte-Turbos nutzen möchte, der sollte die Newsletter immer aufmerksam lesen. Damit lässt sich bares Geld sparen.

Pro-Tip 3: Mit der „Places“-App kann man virtuell im Hotel einchecken und auf Wunsch den Check-In in seiner Facebook-Timeline teilen. Für erfolgreiche Check-Ins (1 Check-In pro Aufenthalt) kann man Badges sammeln. Diese Badges sind mit unterschiedlichen Punktegutschriften verbunden. Auf Deutsch: Geschenktes Geld für zwei Klicks!

Aber was macht man nun mit all den Punkten?

Accor macht es seinen Gästen da sehr einfach. Man kann wahlweise direkt bei der Buchung in 2000 Punkte-Schritten (2000 Punkte=40€) diese anrechnen lassen oder sich Wertchecks ausdrucken, die bei Bezahlung vor-Ort angerechnet werden. Bislang gab es bei fast jeder Rate die Möglichkeit, einen Teil mit Punkten zu bezahlen.

Weiterhin gilt: Es gibt mehrere Status-Level (Silver, Gold, Platinum) die neben den mit dem Status verbundenen Goodies jeweils eine höhere Bepunktung der Umsätze mit sich bringen. Hier gilt also: Wer mehr ausgibt, bekommt auch mehr zurück.

Für den höchsten Status („Platinum“) benötigt man aktuell 60 Übernachtungen pro Jahr. Die kommen leicht zusammen. Als Platinum-Gast erhält man bei mercure 10% Rabatt auf Bar- und Restaurantumsätze.

Pro-Tip 4: Wer viel bei ibis übernachtet, sollte unbedingt die „ibis Business Card“ beantragen. Diese kostet 90€ Jahr und garantiert 10% Rabatt auf Standard-Raten und 5% auf die meisten Aktionsraten. Ebenfalls gibt es 10% Rabatt auf das Frühstück sowie die Bar- und Restaurantumsätze. Mit der Business-Card erhält man automatisch den Gold-Status für die gesamte Hotelgruppe!

Pro-Tip 5: Wer meint, schon zu viele Plastikkarten mit sich herumzuschleppen, sollte sich die Accorhotels App (iOS/Android) herunterladen. Dort lassen sich die Clubkarte sowie die Businesscard bequem anzeigen!

Wie ihr seht, ist das alles doch gar nicht so schwer und anstrengend.

Wer von Euch an Testberichten zu einer Vielzahl von Accor-Hotels interessiert ist, der sollte Torsten Maue auf Twitter folgen.

So und nun viel Spaß beim Punktesammeln!

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