26. September 2020

Revolut: Neue Gebühren ab Mitte August

Heute nachmittag flatterte eine E-Mail von Revolut in mein Postfach. Dort wurden neue Gebühren angekündigt.

Im kostenlosen Tarifmodell wird das Limit für aufschlagfreien Währungstausch auf 1000€/Monat limitiert. Ein Betrag der mit einer Hotelrechnung oder einer Flugbuchung leicht erreicht werden kann. Der bisherige Aufschlag von 0,5% auf den letzten Kurs vom Freitag am Wochenende erhöht sich auf 1% und liegt damit beim Standardsatz vieler Sparkassen-Kreditkarten.

Wer in Zukunft in Fremdwährungen Überweisungen ausführen möchte, zahlt je nach Wohnsitz, Zielland und Zielwährung zwischen 0,50€ und 5€ Gebühren. Die E-Mail mit den vollständigen Details findet ihr hier als PDF.

Irgendwann kommt natürlich für jedes Unternehmen der Punkt, an dem es anfangen muss Geld zu verdienen. Revolut betont, dass gerade die Gebühren für Überweisungen transparent vor dem Absenden dargestellt werden sollen. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden.

Aus Nutzersicht verkompliziert natürlich jede Regel in Abhängigkeit von Wochentag, Monatslimit und Länderkombination die Nutzung, gerade wenn man mehrere Karten, Konten und Dienste nutzt. Das mag akzeptabel sein, wenn man bspw. längere Zeit in Ländern verbringt die nicht über den Euro verfügen und Kursschwankungen ausnutzen möchte oder ganz einfach die Miete für eine Wohnung per Überweisung in der Währung des jeweiligen Landes begleichen muss.

Wer einfach nur online oder vor Ort mit Karte oder Smartphone bezahlen möchte, sollte sich lieber nach einem Angebot umschauen, welches dauerhaft ohne Fremdwährungsentgelte auskommt. Als Aktivkunde (700€ Geldeingang/Monat) empfiehlt sich bspw. das DKB-Konto mit VISA-Kreditkarte oder die Klarna VISA-Karte welche direkt oder verzögert das hinterlegte Girokonto bei eurer Hausbank belastet. Weitere Anbieter sind bspw. die Hanseatic-Bank (VISA) oder Advanzia (Mastercard). Einen Vergleichsrechner findet ihr bei @tmmd im Blog.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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