Ba-Bing: Revolut schaltet erste Karten für Apple Pay frei (2. Update)

Seit Frühjahr 2017 wurde die britische Challengerbank Revolut auf der französischen Apple Pay-Seite als zukünftiger Partner gelistet. Mittlerweile sind mehr als zwei Jahre ins Land gezogen und Apple Pay inzwischen offiziell in Deutschland verfügbar, andere Mitbewerber wie N26, bunq und Monese längst auch bei uns dabei.

Viele haben längst den Glauben an einen Launch aufgegeben, zumal seitens Revolut stets die gleichen Durchhalteparolen zu hören waren, wie man sie inzwischen auch bei den Themen eigenes Card-Processing und Einsatz der Banklizenz(en) gewöhnt ist.

Um so mehr war ich erstaunt, wie offen man auf der letzten „Rev Rally“ in London über das weitere Vorgehen und die damit verbundene Zeitplanung gesprochen hat. Der Launch für UK-Karten wurde für Anfang Juni angekündigt. Weitere 14 Länder sollten gegen Ende Juni folgen.

Bei der Begründung für die Verzögerung wurden angeführt: „Verschiedene Kartendesigns“ und „Instant Issueing“. Angesichts der Tatsache, dass fast alle anderen Mitbewerber vor den gleichen Herausforderungen standen, muss man das wohl nicht ganz so ernst nehmen.

Nach einem Hinweis den ich vor ein paar Tagen erhielt, wurden heute am 29. Mai tatsächlich die ersten Karten für Apple Pay freigeschaltet. Dabei soll es sich um solche Karten handeln, die eine britische oder französische BIN tragen.

Das Hinzufügen der Karten zur Wallet geschieht über die manuelle Eingabe der Kartendaten bzw. Abfotografieren (und Ergänzen). Wer im Bereich „Karten“ der RevolutApp den entsprechenden „Hinzufügen“-Button sieht, kann dies auch noch komfortabler über die App durchführen. Dieser ist aktuell bei mir noch nicht vorhanden.

Aktuell besitze ich drei Revolut-Karten (Mastercard, VISA und Maestro), die allesamt mit Ländercode UK und Heimatwährung GBP gechipped wurden. Mastercard und VISA ließen sich nach einem Neustart des Telefons über den Wallet-Dialog manuell hinzufügen.

Update 30.05.2019: Inzwischen ließ sich auch die Maestro-Karte erfolgreich auf iPhone und Apple Watch aktivieren. Weiterhin ist auch das direkte Hinzufügen aus der Revolut-App nun möglich!

Damit ist Revolut für mich, nicht nur auf Auslandsreisen in Nicht-Euroländer, wieder ein Stück interessanter geworden. Auf jeden Fall steht mein bunq-Konto nun zur Disposition, da der Haupt-USP „Maestro mit Apple Pay“ nun auch von Revolut angeboten wird.