3. Oktober 2022

Tanken, Waschen, Los: Mit der App fillibri kommt die „Fast lane“ an die Tanke

Zugegebenermaßen waren es in den vergangenen Jahren stets die Mineralölkonzerne, die Innovationen beim Bezahlen als Erstes umgesetzt haben. Als ich im Sommer 1990 meinen Führerschein erhalten habe, konnte man erstmals mit der „ec-Karte“ nicht nur Geld abheben. Tankstellen wie Shell und DEA (kennt die noch jemand?) gehörten zu den Ersten, die Kartenterminals in Größe einer Schreibmaschine aufstellten. Lange bevor das in Supermärkten üblich wurde und mehr als  15 Jahre vor den großen Discountern in Deutschland. Auch beim Thema Kontaktloses Bezahlen waren die Tankstellen Vorreiter.

Der größte Teil der Tankstellen arbeitet in Deutschland nach dem gleichen Prinzip: Man tankt, geht in den Shop und bezahlt dort die Rechnung an der Kasse. Währenddessen versorgt man sich gerne noch mit ein paar Süßigkeiten, einem Kaffee oder vielleicht Zigaretten.

Wozu eine App?

Angesichts verlängerter Öffnungszeiten im Einzelhandel besteht für viele Autofahrerinnen und Autofahrer schlichtweg der Bedarf nicht, um sich im Tankstellen-Shop mit Lebensmitteln oder Ähnlichem einzudecken. Eigentlich möchte man nur schnell den Tank vollbekommen und weiterfahren. Da sich in Deutschland Bezahlautomaten an den Zapfsäulen nicht durchsetzen konnten, helfen inzwischen eine ganze Reihe von Apps, die eine sofortige Weiterfahrt ermöglichen.

Neben dem direkten Zeitvorteil bietet die App-Bezahlung einen weiteren Vorteil: Man erhält die Tankrechnung in der App und/oder per E-Mail als PDF-Datei. Wer einen Dienstwagen fährt und keine Tankkarte nutzt, der kennt das Problem. Eilig wird der Fetzen Themopapier irgendwo in der Mittelkonsole oder der Seitentasche verstaut und wird Wochen später panisch gesucht, wenn es an die Reisekostenabrechnung geht.

Warum fillibri?

Neben fuel & go von Payback und Aral gibt es eine Reihe weiterer Apps, die das direkte Bezahlen an der Zapfsäule ermöglichen sollen. Meist sind diese Apps an eine bestimmte Tankstellenkette gebunden und erfordern eine aufwändige Registrierung der Nutzer. Die App fillibri hingegen kann man selbst dann noch schnell installieren und sofort verwenden, während das Fahrzeug bereits betankt wird.

Die Erstregistrierung erfolgt sehr einfach über „Social Login“ bspw. mit der Apple ID. Ohne weitere Eingaben kann man direkt mit Apple Pay (oder Google Pay auf Android-Geräten) bezahlen. Als Alternative wird auch PayPal angeboten. In Apple Pay stehen zumindest VISA, Mastercard und American Express-Karten zur Verfügung. Maestro und die girocard der Sparkassen werden hingegen nicht unterstützt.

Die App wird dabei gleich von mehreren Tankstellenketten unterstützt. Aktuell sind das u.a. HEM, Avia, Westfalen, Markant, bft, Q1 und weitere.

Wer die App mal ausprobieren möchte, erhält teilnehmende Tankstellen in einer Liste, zusammen mit der Information ob auch der Bezug von Waschkarten über die App möglich ist, angezeigt. Aus der Liste heraus kann direkt die Navigation via Google Maps oder Apple Maps gestartet werden.

Waschtickets bei HEM

Als Fahrer eines E-Autos interessiert mich aber ein Feature ganz besonders: Die digitalen Waschtickets. Normalerweise erwirbt man eine Waschkarte im Tankstellen-Shop. In der Zeit, die man dort verbringt fahren gleich drei weitere Autos in die Schlange vor,  und die Besitzer holen sich dann nach Einem selbst, besagte Waschkarte. Man kann seine Samstage sicherlich auch schöner verbringen.

 

HEM bietet digitale Waschtickets über die App an. Einfach Wäsche aussuchen, bezahlen und den erhaltenen Code am Terminal an der Waschstraße eingeben. Fertig. Toll wäre es, wenn es auch eine Möglichkeit gäbe, die Hochdruckreiniger über die App zu nutzen. Gerade für Menschen ohne Bargeld in der Tasche, die darüberhinaus noch eine Rechnung benötigen, wäre dies eine Erleichterung.

Fazit

Die Einfachheit des Onboardings und die Unterstützung der App bei verschiedenen Tankstellenketten machen fillibri auch für die Leute interessant, die regelmäßig über „noch eine App!“ stöhnen.

Marc-Oliver Schaake

Lotus / IBM / HCL Notes Professional Mag Reisen mit dem Zug, insbesondere mit Nachtzügen Kartenzahler seit 1987

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